Grundlage

UDL 3.0 diklusiv.

Das Universal Design for Learning in der Version 3.0 (CAST, 2024) ist die Grundlage für Unterricht, der von Anfang an für alle geplant ist. Jede App auf dieser Seite zeigt, an welcher Stelle sie dabei hilft.

Begriff

Was ist eine digital-inklusive Lernumgebung?

Eine digital-inklusive Lernumgebung nutzt digitale Technologien, um flexibel gestaltete Lernangebote zu bieten, die verschiedenen Lern- und Ausdrucksweisen gerecht werden. Sie orientiert sich an den drei Prinzipien des UDL – vielfältige Wege der Beteiligung, der Darstellung sowie des Handelns und Ausdrucks –, damit alle Lernenden unabhängig von ihren Voraussetzungen gleichberechtigten Zugang zu Bildung haben und erfolgreich lernen können.

nach L. Schulz (2022); UDL 3.0: CAST (2024)

Das WARUM des Lernens

Engagement

Interesse wecken, dranbleiben, Gefühle und Selbstregulation – mit Blick auf Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit.

Diklusiv gedacht: Digitale Medien schaffen echte Wahl- und Mitbestimmungsmöglichkeiten und machen Lernwege sichtbar.

  • Übungen selbst wählen oder erstellen – Format und Schwierigkeit bestimmen die Lernenden.
  • Gemeinsam sammeln: Jeder Beitrag wird für alle sichtbar, auch die leisen.
  • Digital reflektieren und Feedback geben – niederschwellig und regelmäßig.
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Das WAS des Lernens

Darstellung

Inhalte auf mehreren Wegen wahrnehmbar und verstehbar machen – Bild, Text, Ton, Sprache, Symbol.

Diklusiv gedacht: Derselbe Inhalt in Text, Ton, Bild und Video – anpassbar an die Bedürfnisse jedes Kindes.

  • Texte vorlesen lassen: Inhalte werden auch über das Zuhören zugänglich.
  • Ansicht anpassen: Schriftgröße, Kontrast, Zoom – jede:r stellt sich passend ein.
  • Ein Thema auf mehreren Kanälen: Bild, Text, Ton und Video zusammen.
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Das WIE des Lernens

Handlung & Ausdruck

Vielfältige Wege, zu handeln, sich auszudrücken und das eigene Lernen zu steuern.

Diklusiv gedacht: Digitale Werkzeuge eröffnen viele Ausdrucksformen und unterstützen Planung und Organisation.

  • Sprechen als Weg zum Text: Mit der Diktierfunktion bringen sich alle gleichberechtigt ein.
  • Wissen multimedial zeigen: mit Bild, Audio, Video oder Text.
  • Kreativ und gemeinsam produzieren – Podcasts, Musik, Hörspiele, Bücher im Team.
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Learner Agency und Empowerment.

UDL 3.0 stellt die Handlungsfähigkeit der Lernenden in den Mittelpunkt: Sie wählen Wege, setzen eigene Ziele, nutzen Unterstützung selbstbestimmt und bringen ihre Stärken ein – auch als Expert:innen für andere. Bei jeder App findest du deshalb unter „Diklusiv einsetzen“ Ideen, was die Lernenden selbst entscheiden und gestalten.

Drei Leitfragen beim Planen.

  1. Engagement: Habe ich echte Wahlmöglichkeiten und einen Bezug zur Lebenswelt der Lernenden eingebaut?
  2. Darstellung: Gibt es den Inhalt in mehr als einer Form – zum Hören, Sehen und Lesen?
  3. Handlung & Ausdruck: Können die Lernenden auf verschiedene Weisen zeigen, was sie können?

Grundlage: Universal Design for Learning 3.0 (CAST, 2024) · diklusive Übertragung nach Böttinger & Schulz (2023) · ausführlich: leaschulz.com/udl-diklusiv